Work and Travel

Jobben im Ausland - Wwoofing - Work and Travel - Working Holiday

Work & Travel ist die wohl flexibelste und unabhängigste Art von Auslandsaufenthalt, um Land und Leute kennenzulernen. Wie die Bezeichnung schon sagt, liegt der Schwerpunkt des Work & Travel - Programms auf dem Jobben und Reisen im Zielland. Durch Gelegenheitsjobs vor Ort finanziert man sich die Reise durch das Land. Die Jobs, die in dieser Zeit angenommen werden, beinhalten meist einfache Tätigkeiten in der Gastronomie, der Landwirtschaft oder im Eventbereich. Die meisten Work & Travel-Reisenden übernachten in Hostels, in ihren vor Ort gekauften Autos oder Zelten. Plant man einen längeren Aufenthalt in einer Stadt, besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich eine eigene Wohnung oder, die finanziell sicher günstigere Variante, eine WG zu suchen. Viele Backpacker schließen sich beim Reisen mit anderen zusammen, einige bevorzugen jedoch auch die Freiheit und Unabhängigkeit des Alleinreisens.
Obwohl die Schweiz bisher mit keinem Land ein sogenanntes Working-Holiday-Abkommen  hat, gibt es Alternativen zum klassischen Work & Travel – Programm.

Voraussetzungen
Für ein Work & Travel-Programm muss man volljährig sein. Außerhalb der EU kommen zudem bestimmte Altersgrenzen sowie weitere Richtlinien durch unterschiedliche Visabestimmungen zum Tragen.

Zielländer
Auch wenn die Schweiz bisher mit keinem anderen Land ein Working-Holiday-Abkommen geschlossen hat, besteht dennoch häufig auch für Schweizer Staatsbürger die Möglichkeit, das Reisen und Jobben in anderen Ländern auch ohne Working-Holiday-Visum zu kombinieren.

USA:
In den USA können eingeschriebene Studenten mit einem speziellen Visum in den Sommermonaten Gelegenheitsjobs annehmen und einen Monat lang durchs Land reisen.

Kanada
: In Kanada erhalten junge Schweizer Berufsleute  durch Programme wie „Young Professionals“  oder „International Co-op (Internship)“ die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren und zwischendurch oder im Anschluss daran durch das nordamerikanische Land zu reisen, sofern sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen.

Australien:
In Australien ist als Alternative zum klassischen Work & Travel-Programm ein Farmaufenthalt mit anschließendem Reisen denkbar, beispielsweise durch sogenanntes Wwoofing. WWOOF steht für "World-Wide Opportunities on Organic Farms“ und ist ein Netzwerk spezieller ökologisch-wirtschaftender Farmen weltweit. Die teilnehmenden Farmen bieten Unterkunft und Verpflegung und verlangen im Gegenzug Mithilfe bei alltäglich anfallenden Arbeiten. Als „Wwoofer“ benötigt man kein Working-Holiday-Visum, erhält aber auch kein Gehalt.

Europa:
Auch innerhalb Europas sind Work & Travel-Programme möglich, allerdings kann es hier mitunter schwierig werden, Jobs für kürzere Zeiträume zu finden. Ratsam wäre es also, sich hier für die Variante zu entscheiden, erst für längere Zeit zu arbeiten und im Anschluss dann auf Reisen zu gehen.

Kosten
Während eines Work & Travel-Aufenthaltes fallen natürlich Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Reisen vor Ort an. Bucht man ein Work & Travel-Programm über eine Organisation, sind im Programmpreis meist die An- und Abreise, persönliche Vorbereitung und Einführung und die ersten Übernachtungen nach der Ankunft inbegriffen. Da das bei den Gelegenheitsjobs verdiente Geld nicht immer dazu ausreicht, die laufenden Kosten zu decken, sollte man vor der Abreise genügend finanzielle Reserven angelegt haben. Die Höhe der Gesamtkosten hängt vor allem von der Art und Länge der Jobs, die man bekommt, von den Lebenshaltungskosten vor Ort und vom Umfang der Reiseaktivitäten ab.

Programmvarianten
Da ein Work & Travel-Programm sehr individuell gestaltet werden kann, gibt es hier vielfältige Varianten. Grundsätzlich sollte man sich überlegen, ob man die Reise mit einer Organisation im Hintergrund antritt, die bei der Vorbereitung hilft und als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung steht oder ob man sich das Abenteuer ganz alleine zutraut. Wer mit abgeschlossener Ausbildung, Berufserfahrung oder Referenzen von früheren Nebenjobs die Reise antritt, hat sicherlich größeren Erfolg bei der Jobsuche. Da die Schweiz bisher mit keinem anderen Land ein Working-Holiday-Abkommen hat, ist es Schweizer Staatsbürgern in vielen Ländern nicht möglich, am klassischen Work & Travel – Programm teilzunehmen. Dennoch gibt es Alternativen zum klassischen Work & Travel, die auch ohne Working-Holiday-Visum realisierbar sind, wie beispielsweise Farmaufenthalte, Au-Pair-Programme oder Praktika mit anschließendem Reisen.

Wwoofing:
WWOOF steht für "World-Wide Opportunities on Organic Farms“ und ist ein Netzwerk spezieller ökologisch-wirtschaftender Farmen weltweit. Die teilnehmenden Farmen bieten Unterkunft und Verpflegung und verlangen im Gegenzug Mithilfe bei alltäglich anfallenden Arbeiten. Als „Wwoofer“ benötigt man kein Working-Holiday-Visum, erhält aber auch kein Gehalt.

Stagiairesprogramme:
Durch sogenannte Stagiairesprogramme erhalten junge Berufstätige die Möglichkeit, ihre Sprach- und Fachkenntnisse durch ein Berufspraktikum im Ausland zu erweitern. Teilnahmevoraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studienabschluss sowie Volljährigkeit. Stagiaires-Abkommen zwischen den einzelnen Ländern beinhalten eine Arbeitsbewilligung im jeweiligen Land für maximal 18 Monate. Mit folgenden Staaten hat die Schweiz ein solches Abkommen: Argentinien, Australien, Japan, Kanada, Monaco, Neuseeland, Philippinen, Russland, Südafrika, Ukraine, USA.
In vielen Ländern ist im Zuge der Programmteilnahme auch anschließendes Reisen möglich. Weitere Informationen zu den einzelnen Staigiaresprogrammen, zu den Voraussetzungen und zur Bewerbung erhält man beim Bundesamt für Migration.

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