Praktikum im Ausland

Auslandspraktika - Praktikum im Ausland - Work Experience

Praktika dienen im Allgemeinen dazu, erste Berufserfahrungen zu sammeln, verschiedene Arbeitsbereiche und Branchen kennenzulernen, und in den Arbeitsalltag hinein zu schnuppern. Wer ein Praktikum mit Auslandserfahrungen kombinieren möchte, hat in vielen Ländern die Möglichkeit dazu.

Voraussetzungen

Die meisten Anbieter von Praktikumsvermittlung ins Ausland setzen Volljährigkeit voraus. Zu bedenken ist außerdem, dass der Erfolg einer Praktikumsbewerbung häufig von der Bewerbung selber und von den Vorkenntnissen, die man vorzuweisen hat, abhängt. Ein Student im höheren Fachsemester und ein Auszubildender im fortgeschrittenen Lehrjahr haben damit bessere Chancen auf ein Praktikum, das den eigenen Vorstellungen und Wünschen entspricht, als ein Schulabgänger ohne weitere fachliche Qualifikationen. Auch Sprachkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung beim Auslandspraktikum. Darüber hinaus sollte man sich bewusst machen, dass der ungewohnte Arbeitsalltag in unbekannter Umgebung auch sehr anstrengend sein kann. Die Kommunikations- und Umgangsformen am Arbeitsplatz können sich sehr von den gewohnten unterscheiden. Offenheit und Feingefühl sind sicherlich auch beim Umgang mit der Gastfamilie oder den Mitbewohnern gefragt.

Zielländer
Im Grunde sind Praktika in einer Vielzahl von Ländern möglich. Von Vermittlungsagenturen vergebene Praktika werden meistens in englischsprachigen Industrienationen absolviert. Dazu zählen Großbritannien, Kanada, die USA, Australien und Neuseeland. Auch in asiatischen Ländern wie China, Japan, Indien und Singapur werden Praktikumsplätze angeboten.

Kosten
Praktika im Ausland sind in den meisten Fällen unbezahlt. Zum Teil erhält man zwar eine Aufwandsentschädigung vom Arbeitgeber, Aufwendungen für Reisen, Unterkunft und Verpflegung muss der Praktikant allerdings selbst tragen. Eingeplant werden sollten auch Kosten für Visum, Versicherungen sowie ggf. medizinische Vorsorge. Lässt man sich das Praktikum über eine Agentur vermitteln, fallen meist hohe Kosten für Serviceleistungen an.

Programmvarianten
Eigeninitiative: Es ist durchaus möglich, sich auf eigene Initiative bei Unternehmen im Ausland um ein Praktikum zu bewerben. Der Rechercheaufwand sollte dabei aber nicht unterschätzt werden. Unbedingt beachtet werden müssen außerdem die Visabestimmungen der einzelnen Länder. Dazu sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Praktika in einigen Ländern wenig verbreitet sind, bzw. andere Vorstellungen von Praktika vorherrschen, daher stößt man bei potentiellen Arbeitgebern unter Umständen auf Desinteresse oder Unverständnis. Die Chancen auf einen Praktikumsplatz erhöhen sich entsprechend dem Niveau der Sprachkenntnisse und der fachlichen Qualifikationen. Die zahlreichen Praktikumsbörsen im Internet können die Suche nach einem geeigneten Unternehmen sicherlich erleichtern.

Vermittlungsorganisation: Übernimmt eine Agentur die Vermittlung des Praktikumsplatzes, steht dem Praktikanten zugleich ein Ansprechpartner für Fragen und zur Unterstützung bei der Beantragung des Visums, bei der Suche nach einer Unterkunft und bei Versicherungsabschlüssen zur Verfügung. Dennoch steigen auch in diesem Fall die Chancen auf einen spannenden, herausfordernden Praktikumsplatz mit den vorhandenen Fach- und Sprachkenntnissen. Studenten und Auszubildende in höheren Semestern bzw. Lehrjahr besitzen daher bessere Voraussetzungen als Schulabgänger. Diese müssen sich mitunter darauf einstellen, dass die Vermittlung eines Praktikums in der gewünschten Branche nicht realisierbar ist.

Stagiairesprogramme:
Durch sogenannte Stagiairesprogramme erhalten junge Berufstätige die Möglichkeit, ihre Sprach- und Fachkenntnisse durch ein Berufspraktikum im Ausland zu erweitern. Teilnahmevoraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studienabschluss sowie Volljährigkeit. Stagiaires-Abkommen zwischen den einzelnen Ländern beinhalten eine Arbeitsbewilligung im jeweiligen Land für maximal 18 Monate. Mit folgenden Staaten hat die Schweiz ein solches Abkommen: Argentinien, Australien, Japan, Kanada, Monaco, Neuseeland, Philippinen, Russland, Südafrika, Ukraine, USA.
Die einzelnen Länder geben zum Teil unterschiedliche Richtlinien vor, die ein Antragsteller erfüllen muss. So liegt beispielsweise die Altersgrenze in Australien, Neuseeland und Russland bei 30 Jahren, in allen anderen Teilnehmerländern hingegen bei 35 Jahren. Weitere Informationen zu den einzelnen Stagiairesprogrammen, zu den Voraussetzungen und zur Bewerbung erhält man beim Bundesamt für Migration.

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